Reis

Geschichte:

Der Reis ist zusammen mit anderen Getreidearten erstmals vor ungefähr 10’000 Jahren vorgekommen. Als sich die Gletscher zurückzogen entstanden weite, sumpfartige Gebiete in Indien, China und Thailand. Seit dieser Zeit ist Reis ein Grundnahrungsmittel für drei Viertel der Weltbevölkerung.

Nährwert
Reis ist auch heute ein wichtiger Bestandteil der Ernährung. Wie alle Getreidearten besteht Reis hauptsächlich aus Stärke. Ausserdem enthält er Kalzium, Kupfer, Eisen, Mangan, Magnesium, Phosphor, Kalium, Silizium, Zink und Kohlehydrate, sowie Vitamine.

Pflanze/ Anbau
Die Reispflanze ist ein Süssgras, das normalerweise im Wasser wächst. Im Frühling wird der Boden vorbereitet und anschliessend gesät. In Europa (insbesondere in Italien) werden Reisfelder geflutet. Dies ermöglicht den Schutz der Reispflanzen bei tiefen Nachttemperaturen.
Im Frühsommer werden die Reisfelder kontrolliert und Unkraut entfernt. Im Herbst wird der reife Reis geerntet. Anschliessend müssen die von den Halmen getrennten Reiskörner getrocknet werden.

Reissorten
Bekannt sind ca 8'000 Reissorten die kultiviert werden. Auf der Reiskornplasmabank der indischen Universität Raipur lagen rund 22'000 Reissorten. Dieser „Schatz“ ermöglicht den Erhalt der genetischen Vielfalt dieser Nutzpflanze. Die drei am häufigsten angebauten Sorten sind: Indica, Japonica und Javanica.

Indica
Die Indica stammt aus Indien. Sie ist die älteste Sorte, charakteristisch ist ein langes, dünnes, glasiges Korn. Bekannteste Sorten sind Basmati und Patna. Dieser Reis eignet sich für asiatische Gerichte, Pilav und Salate.

Japonica
Japonica stammt ursprünglich aus China. Das Korn ist kurz, rund, perlfarben. Alle in Italien angebauten Sorten stammen ursprünglich von der Japonica Pflanze ab. Bekannt sind insbesondere die Sorten: Carnaroli, Arborio, Vialone Nano und Padano. Diese Reissorten eignen sich hervorragend für die italienische Küche – Risotti, Minestrone, Aranchini usw.

Javanica
Dies ist eine weitgehend unbekannte, wenig verbreitete Sorte.

Acquerello Reis:

Herkunft
Im italienischen Piemont zwischen Mailand und Turin liegt die Region Tenuta Colombara – die Heimat des Acquerello Reis.

Geschichte
Seit 3 Generationen betreibt die Familie Rondolino Reisanbau auf traditionelle Art. Der Reis wird mit Wasser aus dem Dora Baltea Fluss und Wasser vom Mont Blanc Massiv gewässert.
Das reine Bergwasser ist sehr wichtig für die hohe Reisqualität.

Anbau
Der Acquerello Reis stammt von der in Italien typischen Carnaroli Pflanze. Diese Pflanze wächst relativ schnell und kann bis zu 180 cm hoch werden. Nach der Ernte werden die Körner von den Rispen getrennt.

Gelagert werden die Körner zwischen einem und fünf Jahre bei 10°C in riesigen Silos. Durch die Lagerung wird erreicht, dass Stärke und Proteine weniger wasserlöslich werden. Der Reis bleibt dadurch beim Kochen gehaltvoller und das Volumen nimmt zu.

Vor dem Abpacken für den Verkauf werden die Reiskörner nach traditionellem Verfahren geschliffen. Diese „alte Methode“ ist für den Reis schonender als es neue Verfahren wären.

 

Venere Reis:

Schwarzer Venus Reis. Der nahrhafte Reis hat einen sehr starken Duft. Ursprünglich stammt der schwarze Reis aus China und war nur dem Kaiser vorbehalten. Die natürliche Farbe ist eine besondere Eigenschaft. Leicht glänzend und ebenholzfarbig. Heute wird Venere Reis  in Italien angebaut. Das Aroma liegt zwischen Sandelholz und frischgebackenem Brot.

Roter Camargue Wildreis:

Beim Anbau des roten Camargue Wildreis wird auf biologische Ackerbau Regeln geachtet. Die rote Farbe entstand durch eine Spontanmutation von konventionellem Reis. Die roten Körner wurden aussortiert und speziell angebaut. Der typische wilde Charakter kommt durch die Erde und Sonne der französischen Camargue.

 

         
   
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