Trüffeln – Diamanten
der Küche
Geschichte:
Seit bald 2000 Jahren – von Plinius bis zu den Wissenschaftern
des 21. Jahrhunderts – wird versucht, das Rätsel um
die Trüffeln zu lösen. Doch das Geheimnis um die Trüffeln
konnte bis heute nicht gelüftet werden.
Kaum ein anderes essbares Genussmittel hat die Neugier und Phantasie
von Dichtern, Philosophen und Naturforschern seit der Antike derart
angeregt wie der Trüffel. Die alten Griechen glaubten, dass
Donner und Blitz Trüffeln hervorbringen. Heute weiss man,
dass sie sich wie alle Pilze durch Sporen vermehren. Auch aphrodisierende
Eigenschaften wurden ihr schon vom berühmten Feinschmecker
Brillant Savarin (1755 – 1826) – dem „Philosophen
der Gabel“ nachgesagt. Er gab dem Trüffel au den Namen „schwarzer
Diamant“.
Auf den Speisezetteln von Königen, Kaisern und Päpsten
oder Kardinälen waren die Trüffeln ebenso unentbehrlich
wie Butter.
Geheimnis Trüffeln:
Die Trüffeln sind wegen ihrer besonderen Wirkung und Anziehungskraft
auf Mensch und Tier bis heute die geheimnisvollsten aller Pilze.
Trüffeln machen sich nicht auffällig bemerkbar wie die
bekannten Pilze (Steinpilze, Eierschwämme oder Fliegenpilze).
Trüffeln mykorhizieren dort mit den Wurzeln verschiedener
Baumarten. Die Trüffeln bevorzugen Laubwälder an sonnigen
Standorten und kalkreichen Böden, relativ locker mit flachgrundiger
Humusschicht. Am besten in Ländern mit Mittelmeer-Mikroklima
zwischen dem 44. und 45. Breitengrad.
Trüffeln Herkunft und Arten:
Die besten Qualitäten von Trüffeln kommen aus Frankreich,
Italien und Spanien. In der Schweiz werden vor allem Trüffeln
aus diesen Ländern angeboten. Weitere Trüffel-Länder
sind: Ex-Jugoslawien, Ungarn, Bulgarien und die Türkei. Der
Name Périgord – Trüffel bezeichnet heute eine
Trüffelnsorte und ist nicht Gebietsabhängig.
In Europa kennen wir ca 28 Trüffelnarten, viele davon sind
jedoch ungeniessbar. In der Schweiz sind (nach der Verordnung über
Speisepilze) zugelassen:
- Tuber aestivum (Sommertrüffeln)
- Tuber uncinatum (Herbsttrüffeln)
- Tuber brumate (Wintertrüffeln)
- Tuber melanosporum (Périgord-Trüffeln)
- Tuber magnatum pico (Weisser oder Alba Trüffel genannt)
Die häufigsten sind:
Tuber magnatum pico (Weisser oder Alba Trüffel genannt)
Die weisse Trüffel ist die wertvollste. Das Fleisch ist weiss,
und die Haut kann Farbtöne von weiss über beige, bis gelblich
aufweisen. Sie gibt einen strengen, ja fast penetranten Geruch (Parfüm)
ab. In Italien und auch in der Schweiz, gilt die Alba Trüffel
als weisses Gold aus dem Piemont und wird dementsprechend geschätzt.
Die Alba Trüffel gedeiht in der Gegend von Alba
(Piemont, Norditalien). Ähnlich der Périgord Trüffel
ist auch der Name Alba Trüffel eine Sortenbezeichnung und nicht
gebietsabhängig.
Die Grösse von Alba Trüffeln geht von Nuss- bis Faustgrösse.

Tuber
melanosporum (Périgord-Trüffeln)
Die Périgrod Trüffel ist die bekannteste unter den Trüffeln.
Sie wird in verschiedenen Qualitätsstufen gehandelt.
Surchoix oder Super Extra, geschält oder gebürstet. Reif,
fest, ganz und ebenmässig in Grösse und Farbe. Zwischen
Baumnuss und Faustgross.
Extra, geschält oder gebürstet. Reif, fest, ganz, kann
leicht unregelmässig in Farbe und Grösse sein. Zwischen
Baumnuss und Faustgross.
Morceaux, Trüffelnstücke welche mehr oder weniger dunkel
sind und einen Durchmesser von 0.5 cm aufweisen gehören in diese
Kategorie.

Tuber aestivum (Sommertrüffeln)
Feste, dunkelbraune Trüffeln mit gelblichem Fleisch. Durchschnittlich
ca 30 gr schwer. Der Geschmack wird als lieblich – gut bezeichnet.
Die Sommertrüffeln gibt weniger her als die anderen Trüffeln.
Erntezeit ist Mai bis August. Sie wächst jedoch im September/
Oktober weiter. Dabei verändert sich die Farbe und der Geschmack
leicht. Für viele ist der Sommer Trüffel dann ein Herbst
Trüffel.
Wann ist Trüffeln Saison?
Tuber magnatum pico (Weisser oder Alba Trüffel genannt):
Oktober – Ende Dezember
Tuber melanosporum (Périgord-Trüffeln):
Anfang Dezember bis Mitte März
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